März-Treffen: 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

Im März 2021
Organisiert von Bärbel Clemens
Bericht Bärbel Clemens
Titelbild Ina Ann Christin Witte

Auch unser Märztreffen war ein virtuelles. Zum Thema 1700 Jahres jüdisches Leben in Deutschland haben Zeichnerinnen und Zeichner bei ihrer individuellen Vorbereitung recherchiert, wo es Stolpersteine gibt, wo eine Synagoge ist oder wo bis 1938 eine war, was an sie erinnert und wo es andere Gedenkorte jüdischen Lebens gibt. Gezeichnet wurde ebenfalls individuell und zu unterschiedlichen Zeiten.

Screenshot Virtuelles Treffen

Bei dem Zoom-Meeting wurden dann die entstandenen Zeichnungen gezeigt. So wurde beispielsweise von Stolpersteinen berichtet, die vor den Häusern in den Boden eingelassen sind, wo Juden wohnten und die Auskunft geben über ihr Schicksal. Es gab Bilder von Orten, an denen 1938 die Synagoge zerstört wurde und wo heute Mahnmäler daran erinnern und es gab verschiedene Zeichnungen von jüdischen Friedhöfen.

KaFu Jüdischer Friedhof Rhön

Und es gab Zeichnungen von Mahnmälern, die an das Schicksal der Juden nach 1938 und an die Deportationen erinnern.  Von heutigem jüdischen Leben berichteten Zeichnungen von der 2010 erbauten Neuen Synagoge in Mainz und vom neu gestalteten jüdischen Museum in Frankfurt. Ganz lebendig waren die Bilder vom Training der Fußballjugend des Vereins Makkabi in Frankfurt, der für seine weltoffene Vereinsarbeit bekannt ist.

Katja Rosenberg – Deportationsmahnmal Wiesbaden

Viele Teilnehmende zeigten auch ältere Skizzen aus abgeschlossenen Skizzenbüchern und machten damit deutlich, dass sie das Thema dieses Treffens schon früher beschäftigt hat. Eine Mainzer Gruppe hatte sich auch schon vor Corona mit der Neuen Synagoge in Mainz auseinandergesetzt und diese Skizzen noch einmal gezeigt.

Manche Zeichnungen waren auch angeregt von eigenen oder fremden Fotos entstanden. In der Diskussion wurde noch einmal an das Urban Sketchers Manifest >> erinnert, wonach ein „Urban Sketch“ nur das ist, was auch vor Ort entstanden ist. Bei allem Verständnis für die besonderen Bedingungen der letzten Monate von Winterwetter bis Coronavereinzelung soll bei der Veröffentlichung und Beschreibung der Skizzen wieder mehr auf die Regelungen des Manifests geachtet werden.

Es gab auch eine Diskussion darüber, ob der Hashtag #USKRheinMain (auf Instagram >> und auf Facebook >>) nur für Zeichungen verwendet werden soll, die sich auf das Rhein-Main-Gebiet beziehen und auch dort entstanden sind. Oder ob Zeichnerinnen und Zeichner, die aus dem Rhein-Main-Gebiet stammen und sich der Rhein-Main-Gruppe zugehörig fühlen, damit auch ihre Zeichungen von „außerhalb“ kennzeichnen und veröffentlichen dürfen. Hier gingen die Meinungen auseinander und die Frage ist weiterhin offen. Das sollte weiter diskutiert werden.

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